Hojo-Jitsu oder Torinawa (Ho, Tori-greifen, fangen / Jo, Nawa-Seil ) gilt in Japan als Kampfkunst, die sich mit der Bindung und Fesselung und Abtransport eines Gegners beschäftigt.
Nach Überlieferung japanischer Aufzeichnungen, gilt Misakatsu Takeouchi als der geistige und praktische Urheber des Hojo-Jitsu und dieser Art der Fesselung und einer perfekt durchdachten Kampfmethode.
Ein Jiu-Jitsu Ryu(Schule) trägt den Namen dieses grossen Meisters.
Was jedoch in früherer Zeit galt, gilt auch heute noch. Vor jeder Anwendung einer Fesseltechnik folgt zuerst das Überwinden des Gegners und damit der wohl schwierigste Teil eines Kampfes, das Festhalten eines wild um sich schlagenden Gegners.
In historischen Zeiten, hatte jedes Ryu ein eigenes Kampfsystem, welches nur an einen ausgewählten Kreis innerhalb eines Clan weitergegeben wurde. Unter dem Oberbegriff Jiu-Jitsu/Ju-Jutsu wurden viele Systeme gelehrt, auch das Jiu-Jitsu war nur eines unter vielen Kampfarten wie z.B. Aikijitsu, Kogusoku, Kumiuchi, Tai-Jitsu, Shubaku, Yawara usw.
Heute kann bei FNY auf ein raffiniert ausgedachtes Hebel und Festhaltesystem des Nippon-Jiu-Jitsu zurückgegriffen werden, welches einem/r KämpferIn ermöglicht, einen tobenden Gegner festzuhalten und durch die Kunst des Hojo-Jitsu ruhig zu stellen.
Nicht jeder ist im Sicherheitsbereich tätig und so wird wohl kaum ein Bürger ein Seil, Handschliesse und/oder Plastikfesseln mit sich führen.
Jedoch können Kleidungstücke wie Schal, Gürtel usw. zur Fesselung und zum Abtransport eines
rabiaten Gegners verwendet werden. Somit kann jeder der die Kunst des Hojo-Jitsu beherrscht,
dies in Gefahrensituationen anwenden.